SLOW Fa­shion – wor­um geht’s?

Die Hand­rei­chung zu „SLOW Fa­shion“ bün­delt Hin­ter­grund­wis­sen, Be­griffs­er­klä­run­gen und The­men­bau­stei­ne rund um nach­hal­ti­ge Klei­dung – als Ge­gen­ent­wurf zur Fast Fa­shion.

SLOW Fa­shion steht für be­wusst nach­hal­ti­ge Pro­duk­ti­on und Kon­sum im Hand­lungs­feld Be­klei­dung. Im Fo­kus ste­hen u. a. re­du­zier­ter Neu­kauf, um­welt- und so­zi­al­ver­träg­li­che Klei­dung, lan­ge Nut­zungs­dau­er, Pfle­ge so­wie Al­ter­na­ti­ven wie Se­cond Hand, Wei­ter­ga­be, Re­pa­ra­tur und Up­cy­cling.

Der Be­griff SLOW wird da­bei als In­iti­al­wort ge­nutzt:

  • Sustainab­le (nach­hal­tig)
  • Lo­cal (re­gio­nal)
  • Or­ga­nic (bio)
  • Who­le (rein / we­nig ver­ar­bei­tet)

War­um SLOW Fa­shion wich­tig ist

Tex­ti­li­en be­glei­ten uns täg­lich – ihre Her­stel­lung und Pfle­ge be­nö­ti­gen Roh­stof­fe und En­er­gie. Die Hand­rei­chung ver­knüpft Mode mit nach­hal­ti­gem Kon­sum und der Fra­ge, wie Klei­dung de­signt, pro­du­ziert, ge­nutzt, re­pa­riert und re­cy­celt wer­den kann.

Im Zen­trum ste­hen die drei Di­men­sio­nen der Nach­hal­tig­keit:

  • Öko­lo­gie (Res­sour­cen­schutz, Um­welt­wir­kun­gen)
  • So­zia­les (Ar­beits­be­din­gun­gen, Ge­rech­tig­keit)
  • Öko­no­mie (Wirt­schaft­lich­keit, Wert­hal­tig­keit)

Nach­hal­tig­keit be­ginnt laut Hand­rei­chung be­reits bei De­sign und Ma­te­ri­al­aus­wahl und um­fasst die ge­sam­te Lie­fer­ket­te so­wie den Le­bens­zy­klus ei­nes Klei­dungs­stücks – in­klu­si­ve Nut­zung, Pfle­ge, Re­pa­ra­tur und Re­cy­cling.

Kom­pe­ten­zen & Bil­dungs­be­zug

Die Hand­rei­chung ord­net SLOW Fa­shion als le­bens­na­hes Quer­schnitts­the­ma ein und be­tont über­fach­li­che Kom­pe­ten­zen:

  • Per­spek­ti­ven wech­seln, ab­wä­gen, kri­tisch hin­ter­fra­gen
  • glo­ba­le Zu­sam­men­hän­ge er­ken­nen
  • ei­ge­ne Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten ent­wi­ckeln

SLOW Fa­shion wird als Bei­spiel für ver­netz­tes Ler­nen be­schrie­ben – mit Be­zü­gen zu öko­lo­gi­schen, so­zia­len, wirt­schaft­li­chen so­wie künst­le­risch-äs­the­ti­schen As­pek­ten.

Was in der Ma­te­ri­al­kis­te steckt

Die Hand­rei­chung be­schreibt den Auf­bau der Ma­te­ri­al­kis­te und ihre Be­stand­tei­le. Dazu zäh­len u. a.:

  • Ban­ner zum tex­ti­len Kreis­lauf
  • The­men­bau­stei­ne rund um den tex­ti­len Kreis­lauf
  • er­gän­zen­de Ar­beits­ma­te­ria­li­en/Ko­pier­vor­la­gen
  • Link- und Ma­te­ri­al­hin­wei­se so­wie Li­te­ra­tur­tipps

Die Hand­rei­chung er­klärt au­ßer­dem, wie der In­halt struk­tu­riert ist: Ein­stieg/Kurz­in­fo, Hin­ter­grund­wis­sen, Wort­spei­cher und eine Samm­lung an Ma­te­ria­li­en, aus de­nen pas­sen­de Bau­stei­ne aus­ge­wählt wer­den kön­nen.

Der tex­ti­le Kreis­lauf als ro­ter Fa­den

Ein zen­tra­ler Schwer­punkt ist das Den­ken in Kreis­läu­fen: Klei­dung wird nicht nur als Pro­dukt, son­dern als Pro­zess über vie­le Schrit­te hin­weg be­trach­tet.

Ty­pi­sche Sta­tio­nen des Kreis­laufs, wie sie in der Hand­rei­chung the­ma­tisch zu­sam­men­ge­führt wer­den:

  • Roh­stof­fe & Ma­te­ria­li­en (pflanz­lich, tie­risch, syn­the­tisch)
  • Ver­ar­bei­tung zu Garn und tex­ti­ler Flä­che
  • Zu­schnei­den und Nä­hen
  • Trans­port ent­lang glo­ba­ler Lie­fer­ket­ten
  • Kauf, Nut­zung und Pfle­ge
  • Wei­ter­ge­ben/Re­pa­rie­ren/Um­ge­stal­ten
  • Re­cy­cling und (wenn mög­lich) Rück­füh­rung in den Kreis­lauf

Wich­tig ist da­bei die Leit­idee: Je län­ger Tex­ti­li­en ge­nutzt und im Kreis­lauf ge­hal­ten wer­den, des­to eher las­sen sich Roh­stof­fe und En­er­gie spa­ren.

Ma­te­ria­li­en, Be­grif­fe & Ori­en­tie­rung

Die Hand­rei­chung ent­hält ei­nen Wort­spei­cher mit zen­tra­len Be­grif­fen (z. B. Roh­stoff, Fa­ser, Garn, tex­ti­le Flä­che, Eti­kett, Sie­gel, Up­cy­cling/Down­cy­cling).

Au­ßer­dem wer­den Ma­te­ri­al­grup­pen und Bei­spie­le ein­ge­ord­net:

  • Na­tur­fa­sern (pflanz­lich, tie­risch)
  • Che­mie­fa­sern (z. B. erd­öl­ba­siert oder zel­lu­lo­se­ba­siert)

Ein wei­te­rer In­halts­be­reich: Sie­gel als Ori­en­tie­rung im Be­klei­dungs­dschun­gel – mit dem Hin­weis, dass ver­schie­de­ne Sie­gel un­ter­schied­li­che Schwer­punk­te set­zen (z. B. Um­welt- oder So­zi­al­kri­te­ri­en).

Wei­ter­füh­ren­des & Kon­takt

Zum Ab­schluss bie­tet die Hand­rei­chung Li­te­ra­tur­tipps und Hin­wei­se auf wei­ter­füh­ren­de Ma­te­ria­li­en (z. B. Bü­cher/Zeit­schrif­ten) so­wie Kon­takt­in­for­ma­tio­nen des Pro­jekts „Eine Welt in der Schu­le“.