Street­mix – Stra­ßen­raum als Bau­kas­ten

Stra­ßen­raum ge­stal­ten – und Prio­ri­tä­ten sicht­bar ma­chen

Street­mix ist ein in­ter­ak­ti­ves On­line-Tool, mit dem du den Stra­ßen­quer­schnitt dei­ner ei­ge­nen Stra­ße ent­wer­fen kannst: Du schiebst Ele­men­te per Drag & Drop an die rich­ti­ge Stel­le, passt Brei­ten an und teilst dein Er­geb­nis.

Im Kern geht es um eine Fra­ge, die in der Ver­kehrs­pla­nung stän­dig auf­taucht: Wo­für nut­zen wir den be­grenz­ten Platz?

Street­mix zeigt die­se Ziel­kon­flik­te sehr an­schau­lich – be­son­ders dort, wo Fahr­rad­ver­kehr mehr Raum, Si­cher­heit und Kom­fort be­kom­men soll.

Was du in Street­mix machst:

  • Stra­ßen­brei­te fest­le­gen: Wie viel Raum steht über­haupt zur Ver­fü­gung?
  • Bau­stei­ne an­ord­nen: z. B. Rad­weg, Geh­weg, Par­ken, Fahr­strei­fen, Bus/Tram, Grün­strei­fen, Bäu­me
  • Brei­ten ver­än­dern: Mehr Platz für das Rad? Dann fehlt er wo­an­ders.
  • Er­geb­nis tei­len: Ent­wür­fe las­sen sich spei­chern und als Link wei­ter­ge­ben.

So wird schnell klar: „Mehr für alle“ geht sel­ten gleich­zei­tig – Pla­nung heißt fast im­mer: ab­wä­gen, be­grün­den, prio­ri­sie­ren.

Be­grenz­ter Raum – kla­re Ent­schei­dun­gen

War­um das Tool gut zu fahr­rad- und mo­bi­li­täts­be­zo­ge­nen The­men passt

Street­mix eig­net sich her­vor­ra­gend, um Dis­kus­sio­nen über Rad­ver­kehr und Stra­ßen­raum­ge­rech­tig­keit zu füh­ren, weil es die ty­pi­sche Knapp­heit so­fort sicht­bar macht:

  • Mehr si­che­re Rad­in­fra­struk­tur braucht oft Raum, der sonst für Kfz-Ver­kehr oder Par­ken ge­nutzt wird.
  • Geh­we­ge, Bäu­me und Auf­ent­halts­qua­li­tät kon­kur­rie­ren mit Fahr­strei­fen.
  • ÖPNV-Spu­ren kön­nen die Stadt ef­fi­zi­en­ter ma­chen – aber eben­falls Flä­che be­nö­ti­gen.

Der gro­ße Vor­teil: Statt abs­trakt zu ar­gu­men­tie­ren, kön­nen Grup­pen (Klas­sen, Work­shops, In­itia­ti­ven) Ent­wür­fe kon­kret ver­glei­chen und über Zie­le spre­chen: Si­cher­heit, Kli­ma, Er­reich­bar­keit, Lie­fer­ver­kehr, Bar­rie­re­frei­heit – al­les im Blick, aber nicht al­les gleich­zei­tig ma­xi­mal.