Was macht ein Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter der Po­li­zei Nie­der­sach­sen?

Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter (VSB) sind spe­zi­ell aus­ge­bil­de­te Po­li­zei­be­am­te, die in­ner­halb der Po­li­zei Nie­der­sach­sen den Be­reich Ver­kehrs­si­cher­heits­ar­beit und -prä­ven­ti­on ko­or­di­nie­ren. Sie ge­hö­ren zu den po­li­zei­li­chen Prä­ven­ti­ons­teams an den Po­li­zei­in­spek­tio­nen und ar­bei­ten eng mit wei­te­ren An­sprech­part­ner:in­nen zu­sam­men, zum Bei­spiel mit Sach­be­ar­bei­ter:in­nen Prä­ven­ti­on oder Be­auf­trag­ten für Ju­gend­sa­chen.

Sie sind zen­tra­le An­sprech­part­ner für Ver­kehrs- und Si­cher­heits­the­men.

Zie­le ih­rer Ar­beit

  • För­de­rung ei­ner si­che­ren und ver­ant­wor­tungs­vol­len Teil­nah­me am Stra­ßen­ver­kehr für alle Al­ters­grup­pen
  • Sen­si­bi­li­sie­rung für Ge­fah­ren im Stra­ßen­ver­kehr
  • Prä­ven­ti­on von Ver­kehrs­un­fäl­len, ins­be­son­de­re mit Kin­dern und Ju­gend­li­chen
  • Un­ter­stüt­zung und Be­ra­tung von In­sti­tu­tio­nen wie Schu­len, El­tern und Kom­mu­nen

An­ge­bo­te und Un­ter­stüt­zun­gen für Schu­len

Die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter ar­bei­ten mit Schu­len di­rekt oder im Rah­men von Pro­jek­ten und Ak­tio­nen zu­sam­men. Sie bie­ten In­for­ma­tio­nen, Be­ra­tung und pra­xis­na­he Ak­ti­vi­tä­ten rund um das The­ma Ver­kehrs­si­cher­heit an.

1. Be­ra­tung zu Ver­kehrs­si­cher­heit und Schul­we­gen

  • Be­ra­tung von Lehr­kräf­ten, Schul­lei­tun­gen und El­tern zu si­che­ren Schul­we­gen, zum Bei­spiel mit der Fra­ge: Wie kann der Weg zur Schu­le si­che­rer ge­stal­tet wer­den?
  • Un­ter­stüt­zung bei der Pla­nung und Um­set­zung ört­li­cher Ver­kehrs- und Si­cher­heits­ak­tio­nen rund um Schu­le und Schul­ge­län­de
  • Teil­wei­se El­tern­aben­de oder Ge­sprä­che zu Ver­kehrs­the­men wie Fuß­gän­ger- und Rad­fahr­ver­hal­ten

Ziel:
Schu­len sol­len be­fä­higt wer­den, selbst kom­pe­tent mit Ver­kehrs­the­men um­zu­ge­hen und pas­sen­de Maß­nah­men an­zu­sto­ßen.


2. Vor­be­rei­tung und Durch­füh­rung von Rad­fahr­aus­bil­dung

  • Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter be­rei­ten ge­mein­sam mit Schu­len und El­tern die Rad­fahr­aus­bil­dung vor und be­glei­ten sie
  • Dazu ge­hört häu­fig auch die Rad­fahr­prü­fung im Ver­kehrs­un­ter­richt an Grund­schu­len

Ziel:
Kin­der sol­len nicht nur Ver­kehrs­re­geln ken­nen, son­dern auch prak­ti­sche Si­cher­heit im Stra­ßen­ver­kehr er­ler­nen.


3. Ver­kehrs­er­zie­hung für Kin­der

  • Maß­nah­men zur Fuß­gän­ger- und Ver­kehrs­er­zie­hung für ver­schie­de­ne Al­ters­stu­fen, zum Bei­spiel zum si­che­ren Über­que­ren von Stra­ßen oder zur rich­ti­gen Ein­schät­zung von Ver­kehrs­si­tua­tio­nen
  • In ei­ni­gen Re­gio­nen gibt es zu­sätz­lich An­ge­bo­te für Rol­ler-Trai­ning oder wei­te­re For­men der Mo­bi­li­täts­bil­dung

Ziel:
Grund­schü­ler:in­nen sol­len ge­zielt dar­in ge­stärkt wer­den, selbst­stän­dig und si­cher un­ter­wegs zu sein.


4. Prä­ven­ti­ons- und In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen

Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter füh­ren Vor­trä­ge, In­for­ma­ti­ons­ver­an­stal­tun­gen und Ak­tio­nen durch, zum Bei­spiel:

  • Ak­tio­nen rund um Rad­fah­ren, Sicht­bar­keit und Ge­fah­ren­ver­hal­ten
  • The­men­schwer­punk­te wie Al­ko­hol und Dro­gen im Stra­ßen­ver­kehr oder Ab­len­kung
  • Ver­kehrs­si­cher­heits­ta­ge mit in­ter­ak­ti­ven Ele­men­ten

Die­se For­ma­te kön­nen auf Wunsch di­rekt an Schu­len oder im Rah­men von Schul­ver­an­stal­tun­gen statt­fin­den.


5. Ko­ope­ra­tio­nen und Pro­jekt­un­ter­stüt­zung

Die Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter un­ter­stüt­zen Schu­len auch bei der Um­set­zung von Ver­kehrs­si­cher­heits­pro­jek­ten, zum Bei­spiel:

  • Schü­ler­lot­sen- bzw. Ver­kehrs­hel­fer-Aus­bil­dung ge­mein­sam mit Schu­le und Kom­mu­ne
  • Mit­wir­kung bei re­gio­na­len Si­cher­heits­ak­tio­nen oder län­der­über­grei­fen­den Ver­kehrs­si­cher­heits­ak­tio­nen, zum Bei­spiel „si­cher.mo­bil.le­ben“

Ziel­grup­pen-Be­zug in der Schul­ar­beit

Schul­stu­fe / Grup­pe In­hal­te / An­ge­bo­te
Grund­schu­le (1.–4. Klas­se) Si­che­rer Schul­weg, Fuß­gän­ger- und Rad­fahr­trai­ning, Rad­fahr­prü­fung, Ver­kehrs­er­zie­hung
Wei­ter­füh­ren­de Schu­le Sen­si­bi­li­sie­rung für kri­ti­sche Ver­kehrs­si­tua­tio­nen, z. B. Mo­bi­li­tät mit Fahr­rad oder Rol­ler, the­ma­ti­sche Vor­trä­ge
El­tern und Lehr­kräf­te Be­ra­tung zu Ver­kehrs­si­cher­heit, El­tern­aben­de zu Ver­kehrs­ri­si­ken
Schul­pro­jek­te und Ak­tio­nen Un­ter­stüt­zung bei lo­ka­len Pro­jek­ten, Si­cher­heits­ta­gen und Ver­kehrs­ak­tio­nen

War­um ist das wich­tig für Schu­len?

  • Prä­ven­ti­on und Si­cher­heit: Kin­der und Ju­gend­li­che gel­ten als be­son­ders ge­fähr­de­te Grup­pe im Stra­ßen­ver­kehr. Die po­li­zei­li­che Prä­ven­ti­ons­ar­beit zielt dar­auf ab, Un­fäl­le zu re­du­zie­ren und si­che­res Ver­hal­ten nach­hal­tig zu stär­ken.
  • Pra­xis­na­her Un­ter­richt: Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter brin­gen nicht nur theo­re­ti­sche In­hal­te mit, son­dern un­ter­stüt­zen mit prak­ti­schen Übun­gen, mo­de­rier­ten Ge­sprä­chen und rea­li­täts­na­hen Ver­kehrs­si­tua­tio­nen.
  • Ko­ope­ra­ti­on und Netz­werk: Die Ar­beit er­folgt häu­fig in Zu­sam­men­ar­beit mit Schu­len, Ver­kehrs­wach­ten, El­tern­ver­tre­tun­gen und Kom­mu­nen. Da­durch ent­steht ein brei­tes Un­ter­stüt­zungs­netz­werk.

Tipp für Lehr­kräf­te und Schu­len

Wenn ihr kon­kre­te An­ge­bo­te nut­zen möch­tet, könnt ihr über eure ört­li­che Po­li­zei­in­spek­ti­on Kon­takt zu eu­rem re­gio­na­len Ver­kehrs­si­cher­heits­be­ra­ter auf­neh­men. Dort kann ge­mein­sam ge­klärt wer­den, wel­che In­hal­te sinn­voll sind und wie ein Ter­min – zum Bei­spiel für eine Ver­kehrs­ak­ti­on, ei­nen Vor­trag oder ein Rad­fahr­si­cher­heits­trai­ning – or­ga­ni­siert wer­den kann.