Praxisbeispiel: Barrierefreie Wege testen
Im Rahmen dieses Praxisprojekts setzen sich die Schüler:innen mit den Herausforderungen auseinander, denen Menschen mit eingeschränkter Mobilität im Straßenverkehr begegnen. Ausgestattet mit einem Rollstuhl oder Rollator erkunden sie ausgewählte Wege in der Umgebung der Schule und dokumentieren, welche Hindernisse ihnen begegnen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf abgesenkten Bordsteinen, der Beschaffenheit von Gehwegen, Engstellen, Steigungen sowie der Zugänglichkeit von Bushaltestellen oder öffentlichen Gebäuden. Zusätzlich können die Schüler:innen die Dauer von Ampelphasen messen und überprüfen, ob diese ausreichend Zeit für ein sicheres Überqueren der Straße bieten.
Die gesammelten Beobachtungen werden systematisch festgehalten, beispielsweise mithilfe von Fotos, Karten oder Bewertungsbögen. Anschließend werten die Schüler:innen ihre Ergebnisse aus und überlegen gemeinsam, welche Maßnahmen notwendig wären, um die Barrierefreiheit im Umfeld der Schule oder im Wohnort zu verbessern. Dabei wird deutlich, wie unterschiedlich Menschen den öffentlichen Raum wahrnehmen und welche Bedeutung eine inklusive Verkehrsplanung für die selbstständige Mobilität aller hat.
Zum Abschluss können die Ergebnisse in Form einer Präsentation, eines Berichts oder einer digitalen Karte aufbereitet und mit der Schulgemeinschaft oder der Kommune geteilt werden. Das Projekt fördert nicht nur Empathie und Perspektivwechsel, sondern sensibilisiert die Schüler:innen dafür, wie wichtig barrierefreie Verkehrswege für die gesellschaftliche Teilhabe und eine sichere Mobilität im Alltag sind.