Pra­xis­bei­spiel: E-Bike-La­de­sta­ti­on als Schü­ler­pro­jekt

Die Pla­nung und Um­set­zung ei­ner E-Bike-La­de­sta­ti­on auf dem Schul­ge­län­de bie­tet die Mög­lich­keit, Mo­bi­li­tät, Nach­hal­tig­keit und tech­ni­sche Bil­dung mit­ein­an­der zu ver­bin­den. Aus­gangs­punkt des Pro­jekts kann die Fra­ge sein, ob eine sol­che In­fra­struk­tur an der ei­ge­nen Schu­le sinn­voll wäre und wel­che An­for­de­run­gen sie er­fül­len müss­te. Die Schü­ler:in­nen ana­ly­sie­ren zu­nächst die vor­han­de­nen Ge­ge­ben­hei­ten, er­mit­teln den Be­darf in­ner­halb der Schul­ge­mein­schaft und in­for­mie­ren sich über ver­schie­de­ne tech­ni­sche Lö­sun­gen so­wie Si­cher­heits- und Stand­ort­an­for­de­run­gen.

An­schlie­ßend ent­wi­ckeln die Lern­grup­pen ei­ge­ne Kon­zep­te für eine ge­eig­ne­te La­de­sta­ti­on. Da­bei kön­nen un­ter­schied­li­che Fach­be­rei­che ein­ge­bun­den wer­den: In den MINT-Fä­chern ste­hen bei­spiels­wei­se Strom­ver­sor­gung, En­er­gie­be­darf, Kon­struk­ti­on und Ma­te­ri­al­aus­wahl im Mit­tel­punkt, wäh­rend in Ma­the­ma­tik Be­rech­nun­gen zu Kos­ten oder En­er­gie­ver­brauch durch­ge­führt wer­den kön­nen. Eben­so las­sen sich nach­hal­ti­ge Aspek­te be­rück­sich­ti­gen, etwa durch die Ein­bin­dung von Pho­to­vol­ta­ik oder die Nut­zung be­stehen­der In­fra­struk­tur. Die Er­geb­nis­se kön­nen in Form von Skiz­zen, Mo­del­len oder di­gi­ta­len Ent­wür­fen aus­ge­ar­bei­tet und mit­ein­an­der ver­gli­chen wer­den.

Je nach den Mög­lich­kei­ten der Schu­le kann das Pro­jekt über die Pla­nungs­pha­se hin­aus­ge­hen und ge­mein­sam mit au­ßer­schu­li­schen Part­nern oder dem Schul­trä­ger tat­säch­lich um­ge­setzt wer­den. Selbst wenn kei­ne bau­li­che Rea­li­sie­rung er­folgt, er­hal­ten die Schü­ler:in­nen ei­nen pra­xis­na­hen Ein­blick in die Pla­nung tech­ni­scher In­fra­struk­tur, ler­nen pro­jekt­ori­en­tier­tes Ar­bei­ten ken­nen und ent­wi­ckeln Lö­sun­gen für eine zu­kunfts­fä­hi­ge und kli­ma­freund­li­che Mo­bi­li­tät im Schul­all­tag.