Praxisbeispiel: Bonussystem für gefahrene Kilometer
Ein Bonussystem für gefahrene Kilometer motiviert Schüler:innen, den Schulweg möglichst häufig mit dem Fahrrad zurückzulegen und ihre Alltagsmobilität bewusst nachhaltiger zu gestalten. Über einen festgelegten Zeitraum, beispielsweise mehrere Wochen oder ein Schulhalbjahr, werden die gefahrenen Kilometer dokumentiert und gesammelt. Die Erfassung kann klassisch über Fahrtenhefte oder digitale Tabellen erfolgen oder mithilfe der App Radbonus, die zurückgelegte Strecken automatisch aufzeichnet und mit Prämien oder Vergünstigungen verknüpfen kann. So wird aus dem täglichen Schulweg ein gemeinsames Projekt mit einem klaren Ziel.
Zu Beginn des Projekts können gemeinsam Regeln für die Erfassung der Kilometer sowie Kriterien für eine faire Wertung festgelegt werden. Anschließend dokumentieren die Schüler:innen ihre Fahrten regelmäßig und werten die Ergebnisse in der Klasse aus. Einzel- oder Klassenwertungen, kleine Zwischenziele oder thematische Aktionswochen sorgen für zusätzliche Motivation. Gleichzeitig bietet das Projekt zahlreiche Anknüpfungspunkte für den Unterricht, etwa zur Auswertung von Daten, zur Berechnung von CO₂-Einsparungen oder zur Auseinandersetzung mit den gesundheitlichen Vorteilen aktiver Mobilität.
Den Abschluss kann eine gemeinsame Auszeichnung oder Preisverleihung bilden, bei der besonderes Engagement gewürdigt wird. Im Mittelpunkt steht dabei nicht ausschließlich die höchste Kilometerzahl, sondern vor allem die regelmäßige Nutzung des Fahrrads und die Freude an nachhaltiger Mobilität. Auf diese Weise entsteht ein niedrigschwelliges Schulprojekt, das Bewegung fördert, das Gemeinschaftsgefühl stärkt und langfristig zu einem bewussteren Mobilitätsverhalten beitragen kann.