Praxisbeispiel: Alltägliche Verkehrssituationen mit dem Fahrrad üben
Nach ersten Übungen in einem geschützten Bereich bietet sich die Möglichkeit, das Gelernte schrittweise auf reale Verkehrssituationen zu übertragen. Ziel des Projekts ist es, den Schüler:innen Sicherheit im Straßenverkehr zu vermitteln und sie auf typische Alltagssituationen vorzubereiten. Dabei können zunächst grundlegende Fahrtechniken wie sicheres Anfahren, Bremsen, Schulterblick, Handzeichen und das richtige Einordnen an Kreuzungen wiederholt und gefestigt werden. Erst wenn diese Fähigkeiten sicher beherrscht werden, erfolgt der Wechsel in den öffentlichen Verkehrsraum.
Gemeinsam mit der Lehrkraft oder weiteren Begleitpersonen erkunden die Schüler:innen eine zuvor ausgewählte Route in der Umgebung der Schule. Diese sollte verschiedene typische Verkehrssituationen umfassen, beispielsweise Kreuzungen, Kreisverkehre, Fahrradstraßen oder gemeinsame Geh- und Radwege. Während der Fahrt werden konkrete Situationen beobachtet, besprochen und direkt praktisch geübt. Dabei erhalten die Schüler:innen die Möglichkeit, ihr Verhalten zu reflektieren, Unsicherheiten anzusprechen und sichere Handlungsstrategien für den Straßenverkehr zu entwickeln.
Im Anschluss können die gemachten Erfahrungen gemeinsam ausgewertet werden. Die Schüler:innen tauschen sich darüber aus, welche Situationen sie als besonders anspruchsvoll empfunden haben und welche Verhaltensweisen ihnen geholfen haben, sicher unterwegs zu sein. So wird deutlich, dass sich Verkehrssicherheit nicht allein durch theoretisches Wissen entwickelt, sondern vor allem durch regelmäßige praktische Erfahrungen im realen Straßenverkehr. Das Projekt stärkt die Handlungskompetenz der Lernenden und fördert ein vorausschauendes, rücksichtsvolles und sicheres Verhalten beim Radfahren im Alltag.