Praxisbeispiel: „Achtung Auto“
Mit dem kostenlosen Verkehrserziehungsprogramm „Achtung Auto“ der ADAC Stiftung erleben Schüler:innen der 5. und 6. Klasse auf anschauliche und praxisnahe Weise, welche Faktoren den Anhalteweg eines Fahrzeugs beeinflussen. Im Mittelpunkt stehen die Zusammenhänge zwischen Reaktionsweg, Bremsweg, Geschwindigkeit und Fahrbahnbeschaffenheit. Anstatt diese Inhalte ausschließlich theoretisch zu behandeln, setzen sich die Lernenden durch eigene Erfahrungen und Beobachtungen aktiv mit den physikalischen Grundlagen des Straßenverkehrs auseinander. Für die Durchführung wird eine etwa 120 Meter lange asphaltierte Fläche, beispielsweise ein abgesperrter Parkplatz oder eine gesicherte Straße, benötigt. Das Programm ist auf eine Dauer von etwa zwei Schulstunden ausgelegt und wird von geschulten Moderator:innen begleitet.
Während des Projekts wechseln die Schüler:innen bewusst ihre Perspektive und erleben typische Verkehrssituationen sowohl als Fußgänger:innen als auch als Mitfahrende im Auto. Durch verschiedene Übungen und Demonstrationen wird deutlich, wie stark sich Geschwindigkeit auf den Anhalteweg auswirkt und warum bereits kleine Unaufmerksamkeiten schwerwiegende Folgen haben können. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den Risiken durch Ablenkung, etwa durch Smartphones oder Kopfhörer, sowie auf der Bedeutung des Sicherheitsgurtes bei einer Vollbremsung.
Im Anschluss bietet sich eine gemeinsame Reflexion im Unterricht an. Die Erfahrungen aus den praktischen Übungen können aufgegriffen und mit Alltagssituationen der Schüler:innen verknüpft werden. Dabei lässt sich gemeinsam erarbeiten, welche Verhaltensweisen zu mehr Sicherheit im Straßenverkehr beitragen und wie jede und jeder Einzelne Verantwortung für sich selbst und andere übernehmen kann. So verbindet das Programm theoretisches Wissen mit eindrucksvollen Praxiserfahrungen und fördert ein nachhaltiges Sicherheitsbewusstsein im Straßenverkehr.
Link: Achtung Auto