Eltern aktiv in die Verkehrserziehung einbinden
Eine erfolgreiche schulische Mobilitätserziehung gelingt besonders dann, wenn Schule und Elternhaus eng zusammenarbeiten. Eltern prägen das Mobilitätsverhalten ihrer Kinder maßgeblich und übernehmen durch ihr eigenes Verhalten eine wichtige Vorbildfunktion. Regelmäßige Informationen im Rahmen von Elternabenden, Elternbriefen oder digitalen Mitteilungen bieten eine niedrigschwellige Möglichkeit, Eltern über aktuelle Maßnahmen der Verkehrserziehung zu informieren und sie aktiv in deren Umsetzung einzubeziehen.
Im Rahmen dieses Praxisprojekts informiert die Schule die Eltern über Themen wie sichere Schulwege, den bewussten Umgang mit dem Elterntaxi, das Fußgängerdiplom oder die Radfahrprüfung. Dabei können Hinweise zum gemeinsamen Üben des Schulwegs, zur Vorbereitung auf praktische Übungen sowie zu den Inhalten der Verkehrserziehung gegeben werden. Gleichzeitig bietet sich die Gelegenheit, die Bedeutung der Vorbildfunktion der Erwachsenen zu thematisieren. Dazu gehören beispielsweise das regelkonforme Verhalten im Straßenverkehr, das Tragen eines Fahrradhelms oder das sichere Überqueren von Straßen. Darüber hinaus können Eltern eingeladen werden, sich aktiv an schulischen Projekten zu beteiligen, etwa durch die Unterstützung bei Schulwegbegehungen, als Begleitpersonen bei Übungen oder durch die Besetzung von Stationen während der Radfahrprüfung.
Anschließend kann gemeinsam reflektiert werden, wie die Zusammenarbeit zwischen Schule und Eltern weiter gestärkt werden kann und welche Rückmeldungen aus der Elternschaft vorliegen. Eine regelmäßige Information über verkehrsbezogene Themen trägt dazu bei, dass schulische Maßnahmen auch im Alltag aufgegriffen und unterstützt werden. So entsteht ein Mobilitätsprojekt, das Schule, Eltern und Schüler:innen gleichermaßen einbindet und einen wichtigen Beitrag zu mehr Verkehrssicherheit, selbstständiger Mobilität und einem sicheren Schulweg leistet.